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Montag, 3. Juli 2017

Deko-Frust

Wenn man dachte, ein Haus zu bauen sei schwer, dann wird man spätestens an dem Punkt "Einrichten und Dekorieren" eines Besseren belehrt…
Anfangs ist man noch gutgläubig und denkt: Prima, wir haben ja eigentlich fast alles und das bisschen, was wir noch brauchen, das holen wir einfach!
Die Realität sieht irgendwie anders aus…
Da steht man nun inmitten seiner ganzen Umzugskartons, öffnet einen nach dem anderen und ist sich bei 95% sicher: DAS kommt mir garantiert NICHT mehr in die Bude!!!  :-O

Also, zurück auf Anfang. Innerhalb kürzester Zeit steht man quasi ohne alles da, sozusagen nackt.
Es greift Plan B: "was wir noch brauchen, holen wir einfach!".
Gesagt, getan - es geht also los, von einem Einrichtungshaus ins nächste, ins übernächste und wieder zurück ins erste.
Viele Sachen sind schön, jedenfalls in den Wohnungen von anderen.Bei uns nicht.
Und außerdem: DAS soll xxx EUR kosten??? Nicht mit uns!
Am Ende eines langen Shopping-Tages steht man also wieder mit leeren Händen und vollkommen desillusioniert da.
Es gibt auf diesem Planeten einfach nichts, was uns gefällt. Oder preislich angemessen wäre.
Wir werden ewig in einem kahlen Haus leben.
Ich weiß es.

Das einzige, was recht gut geklappt hat, war der Kauf von neuen Möbeln.
Da haben wir eigentlich immer schnell das Passende gefunden. Jetzt fehlt auch nicht mehr viel, zum Glück! :-)


Im Übrigen habe ich total vergessen, von dem Besuch des Bankgutachters zu erzählen.
Im Vorfeld hatten wir uns da ja total verrückt gemacht und waren uns eigentlich sicher, dass wir die Schlussrate unseres Darlehens niemals ausgezahlt bekommen würden.
In der Realität war der Besuch ganz easy und schnell erledigt. Der Gutachter war ziemlich locker und ungefähr in unserem Alter. Er ist einmal durchs Haus gegangen, hat 1 oder 2 Fotos gemacht und das wars dann auch schon.
Zwei Wochen später hatten wir das Geld auf dem Konto.  :-D
Hat also alles prima geklappt!


Ansonsten fehlen uns immer noch die Duschwände.
Mittlerweile liegt uns aber immerhin ein Angebot vor. Wir sind allerdings noch am überlegen, was wir machen da uns die Montagekosten extrem hoch vorkommen.
Patrick will in der kommenden Woche mal mit der Firma sprechen, ob es möglich ist, die Montagekosten durch "Anpacken" etwas zu reduzieren.
Na sehen wir mal… Allerdings gehen wir auch fast davon aus, dass es bei anderen Firmen nicht wesentlich günstiger sein wird. Und da die Lieferzeit für die Wände nach wie vor bei 6-8 Wochen liegt, möchte ich jetzt schon gern in die Pötte kommen. Sonst haben wir Weihnachten immer noch keine komplette Dusche… :-(


Unser Sanitär- und Heizungsmensch ist jetzt endgültig mit allen (Rest-)Arbeiten fertig.
Das einzige, was fehlt ist die Schlussrechnung.
Ehrlich gesagt nervt mich das - man muss ständig immer einen Betrag X im Kopf behalten, den man zurücklegen muss damit man die Rechnung, wenn sie denn mal kommt, zahlen kann.
Ich hasse sowas!
Bis die Rechnung gezahlt ist, kann ich auch keinen mentalen Haken an dieses Gewerk machen denn es fühlt sich einfach immer noch so an, als wäre die Sache nicht abgeschlossen.
Fürchterlich…


Die Umzugskisten haben wir auch noch nicht alle ausgeräumt. Wie zuvor schon erwähnt, viele sind auch direkt auf den Dachboden gewandert.
Andere konnten wir noch nicht ausräumen weil uns noch die passenden Möbel dazu fehlten/fehlen.
Und dann gibt es noch "diese bestimmten" Kartons - die, die rumstehen und an denen man ständig vorbeischleicht und denkt, dass man langsam mal reingucken müsste und irgendwie kann man die Sachen ja noch gebrauchen aber irgendwie auch nicht…
Meine Vermutung: sie werden sich den anderen Kisten anschließen und alle auf dem Dachboden landen.  ;-)


Obwohl wir noch einige Arbeiten im Haus erledigen müssen (nur Kleinigkeiten, immer noch…) fängt es langsam an, dass ich unruhig werden, wenn ich raus gucke.
Mich stört es irgendwie, dass es ums Haus rum noch so nach Baustelle aussieht. Vor allem weil das Haus noch "so hoch" ist - die Bodenplatte ist schließlich auf den Boden gesetzt und dadurch müssen wir immer noch über Paletten klettern, um rein zu kommen.
Ich hätte gern eine Terrasse, und einen Eingang - und bei der Gelegenheit kann man ja auch ums Haus rum aufschütten und direkt eine Hecke als Abtrennung zu den Nachbarn pflanzen.
Hach ja……..


Wir werden sehen, wie und wann es weitergeht.
Trotz aller interner (mentaler) Motivation ist die körperliche Schwäche momentan größer.
Man merkt halt, dass ein verdammt anstrengendes Jahr hinter einem liegt.
Zudem muss Patrick momentan Überstunden machen wie blöde - es bleibt also auch kaum Zeit, im Haus aktiv zu werden.
Aktuell sind wir einfach froh, wenn wir zuhause sind und einen ruhige Abend verbringen können oder wenn wir uns endlich wieder mit Freunden und Familie und Hobbys beschäftigen können.
Ganz manchmal hat man das Gefühl, man wäre tatsächlich 1,5 Jahre von der Außenwelt abgeschnitten gewesen und müsste jetzt alles nachholen. ;-)
Das Gute ist: es läuft uns ja nichts weg!  :-)

Dienstag, 25. April 2017

Schattenseiten

Nur noch vier Mal schlafen, dann ist es endlich soweit!
Am Samstag steht unser Umzug auf dem Programm!
Auch wenn wir es kaum abwarten können und diesem Ereignis mehr denn je entgegen fiebern, diese letzte Woche hat es dermaßen in sich, das geht auf keine Kuhhaut mehr…  :-o

Eigentlich hat sich unser Umzugstermin ziemlich spontan ergeben was auch zum großen Teil dafür verantwortlich ist, dass die letzten beiden Wochen der Horror waren und noch sind.
Ganz zu Anfang habe ich ja bereits erwähnt, dass wir während der Bauzeit bei meiner Tante untergekommen sind. Die zieht aber selbst jetzt im Mai aus und hatte ursprünglich das kommende Wochenende für ihren Umzug geplant.
Da es aber mehr Sinn macht, wenn wir zuerst ausziehen, haben wir kurzfristig (vor zwei Wochen) umgeplant und gemeinsam beschlossen, dass wir am kommenden Wochenende umziehen und sie dann eine Woche später.
Tja, und nun müssen wir zusehen.

Aber da das bisschen Druck ja langweilig wäre, haben wir die Aufregung noch zusätzlich erhöht und mit der Bank einen Termin für den Gutachter ausgemacht, der die Endabnahme des Hausbaus vornimmt.  :-o  :-o
Der gute Mann kommt also am 06.05. zur finalen Besichtigung. Von seinem Urteil hängt dann die Auszahlung des Schlussbetrages unseres Darlehens ab.
Dazu sei erwähnt, dass wir mit unserer Finanzierung übrigens tatsächlich eine Punktlandung geschafft haben. Wir haben sogar die Schlussauszahlung von der Bank zum größten Teil als „Bonus“ da wir bautechnisch bereits mit allem fertig sind und wirklich gut gehaushaltet haben.  :-D

Gut, im Prinzip ist das alles jetzt kein Grund zur Aufregung. Wir haben zu 98% alles fertig: das Hauptbad ist mittlerweile gefliest, Dusche und Wanne waren ja sowieso schon installiert, die Toilette ist schnell montiert und unser Waschbecken kommt leider erst im Juni da die irgendwie eine ziemlich lange Lieferzeit haben.  :-(
Das Arbeitszimmer ist ebenfalls mittlerweile tapeziert, die Decke ist gestrichen und Lampen sind installiert. Hier fehlt nur noch der Laminatboden. Da das Zimmer aber relativ klein ist, sollte das noch schnell erledigt sein und ist ja auch für unseren Einzug zumindest nicht zwingend notwendig (allerdings für den Gutachter…).
Abgesehen von diesen zwei größeren Baustellen, sind nur noch Feinarbeiten zu machen wie z. B. die Fußleisten anbringen, Möbel aufbauen, die ein oder andere fehlende Steckdose montieren und natürlich aufräumen und sauber machen.
Hört sich alles nicht wirklich gravierend an aber vorsicht: man sollte gerade diese „Kleinigkeiten“ einfach nicht unterschätzen! Das haben wir während der ganzen Bauzeit immer und immer wieder erlebt und gerade jetzt, wenn man das Ziel so knapp vor Augen hat, schlägt dieser Lerneffekt nochmal mit voller Wucht zu!
Man sollte ebenfalls auch nicht unterschätzen, dass jetzt auch einfach ein dreiviertel Jahr tagtäglicher Arbeit hinter uns liegt – nicht nur hier auf der Baustelle sondern auch in unseren ganz normalen Vollzeitjobs. Nun merkt man deutlich, dass die Kraft einfach aufgebraucht ist, gerade wenn dann, wie gestern, Tage dazu kommen, an denen man in der Woche trotz Arbeit bis nachts um zwei Uhr auf der Baustelle ist (und morgens um halb sechs wieder raus muss)…

Im Moment ist die Zeit irgendwie zweigeteilt. Auf der einen Seite freut man sich wie verrückt endlich am Ende angekommen zu sein und auf der anderen Seite ist man einfach viel zu kaputt um sich überhaupt freuen zu können. Es ist echt schwierig, dass richtig erklären zu können.

Heute, an meinem letzten Urlaubstag, habe ich angefangen, unsere Sachen für den Umzug zu packen.
Glücklicherweise haben wir damals, vor einem Jahr, nur das Nötigste ausgepackt und können somit die meisten Kisten von damals einfach wieder mitnehmen.
Leider aber nicht alle Kisten und deswegen ist es momentan echt chaotisch.
Hier im Haus müssen wir fertig werden und zuhause muss der Umzug geplant und vorbereitet werden – und nebenbei noch arbeiten gehen. Puh…

Okay, genug der Schattenseiten von unserem Bau – widmen wir uns nun den positiven Dingen!
Wie bereits erwähnt, das Hauptbad ist mittlerweile gefliest. Morgen kommt unser Sanitärmensch nochmal und bringt die Ventile für Waschbecken und Dusche mit. Dann ist das auch erledigt.
Ansonsten müssen wir die Fliesen nur noch verfugen und die nicht gefliesten Wände verputzen und das Badezimmer ist fertig. Das wird also unsere Hauptaufgabe für den Rest der Woche.

Unser TV-Wand im Wohnzimmer ist mittlerweile auch fertig tapeziert. Wir warten nur noch auf den schwarzen Steinverblender für die Fächer.
Eigentlich sollte dieser diese Woche geliefert werden aber bis jetzt haben wir leider noch nichts gehört. Aber die Woche ist ja auch noch nicht rum…

Im Arbeitszimmer ist, wie bereits erwähnt, die Decke gestrichen, die Wände sind tapeziert und die Spots sind montiert. Es fehlt nur noch der Laminatboden. Dieser war glücklicherweise recht einfach zu verlegen, deswegen sollte das nicht der größte Akt werden.

Ansonsten muss noch die ein oder andere Steckdose montiert und die Schalter in den jeweiligen Räumen müssen noch programmiert werden. Es fehlen außerdem die Fußleisten (also hier sind sie schon, sie müssen nur noch angebracht werden) und danach geht’s ans Aufräumen und sauber machen – die beiden wahrscheinlich umfangreichsten Aufgaben, die noch auf uns warten…  :-(
Mein eigentlicher Plan war ja, dass ich während der letzten drei Wochen hier alles sauber mache aber das war ein absolut sinnfreies Vorhaben. Es ist noch so viel Staub in der Luft, dass man 5 min nachdem man sauber gemacht hat, wieder sauber machen könnte.
Und da immer noch Fliesen geschnitten und die letzte Wand geschliffen wurde, kam auch immer noch neuer Staub dazu. So lang hat es absolut keinen Sinn gemacht, sauber zu machen. Selbst in den Küchenschubladen war der Staub drin.
Also habe ich gewartet. Aber jetzt hat das Schleifen und Fliesen schneiden ja ein Ende. Sobald die Räume also aufgeräumt bzw. ausgeräumt sind, kann ich endlich alles sauber machen, dann ist es geschafft!


Der Countdown läuft weiter!  ;-)