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Samstag, 12. August 2017

Teil 3 - Finales Fazit (aber nicht das Ende dieses Blogs)

Nach der Hausstellung ging die Schufterei dann richtig los…


Der Ausbau

Man hat noch gar nicht so richtig realisiert, dass da jetzt ein Haus steht und schon bricht das Material-Chaos über einen herein.
Wie ich bereits zuvor schon erwähnte, das Paket "Dämmen und Beplanken" haben wir über Massa gekauft.
Das dazugehörige Material wurde zeitnah nach Hausstellung (Ende derselben Woche) geliefert und was soll ich sagen?! PUH! Ganz schön viel Kram zu schleppen!!
Ein Ratschlag aus unserer Erfahrung: sucht euch für den Tag, an dem das Ausbaumaterial kommt, Helfer, die anpacken können! Man ist damit wirklich einen Tag beschäftigt, vielleicht sogar zwei.
Die Dinge sind einzeln vielleicht nicht so schwer aber einfach enorm unhandlich und es sollte einem auch bewusst sein, dass man, sofern man sich keine speziellen Konstruktionen zum Transport oder so baut, jede verdammte Rigipsplatte einzeln schleppen muss!  :-o
Es macht daher auch Sinn, das Material so nah wie möglich ans Haus/die Haustür liefern zu lassen damit die Wege, die man zurücklegen muss, einfach möglichst kurz sind.
Ebenso macht es Sinn, das angelieferte Material bereits auf EG und OG zu verteilen, sonst packt man alles nicht nur zweimal sondern 7 Mal an oder so.

Das Elektromaterial hatten wir bereits vor Hausstellung bestellt und an Patricks Arbeitsplatz zwischengelagert. Am Tag nach der Hausstellung haben wir das Zeug dann dort abgeholt und ebenfalls ins Haus gebracht.

In den folgenden zwei Wochen hatten wir beide Urlaub und waren wirklich jeden Tag von morgens bis abends auf der Baustelle.
Es wurden Kabel verlegt, Dämmung in die Wände gebracht, Fermacellplatten geschraubt, der Quellmörtel wurde unter den Wänden verteilt und wir haben den Dachbodenboden (:-D lustige Wortkreation!) aus Brettern, die wir im örtlichen Sägewerk besorgt haben, gezimmert.
In den insgesamt drei Wochen Urlaub nach Hausstellung haben wir wirklich extrem viel geschafft. Man sollte diese Zeit wirklich nutzen denn zu dem Zeitpunkt ist man noch motiviert, frisch und engagiert - glaubt mir, auf die Dauer lässt das nach…  :-|

Anfang Juli wurde dann unsere Treppe von Treppenbau Schön geliefert.
Über diese Firma hört man ja auch das ein oder andere gruselige Detail.
Wir (und hier spreche ich wieder nur aus der persönlichen Erfahrung, nicht für die Allgemeinheit - das kann ich nämlich nicht beurteilen) hatten zumindest keine Probleme - was vielleicht aber auch daran gelegen haben könnte, dass die Firma gerade mal 20-30 min von uns entfernt ihren Sitz und der Monteur somit keine lange Anreise hatte?!
Der Liefertermin für die Treppe wurde im Vorfeld zwar einmal verschoben aber darüber wurden wir immerhin ohne unser Zutun frühzeitig informiert.
An der ausgeführten Arbeit können wir nichts kritisieren.
Die Treppe passt, hält und sieht gut aus - alles in Ordnung also!  :-)

Mitte Juli fand dann die Abnahme der Dämmung durch den Bauleiter statt.
Das lief auch alles ohne Probleme und wir konnten uns in den nachfolgenden Wochen intensiv mit der Verlegung von Kabeln für Strom, TV und KNX beschäftigen - also hauptsächlich hat Patrick sich damit beschäftigt, ich habe maximal Handlanger-Dienste ausgeführt.  :-D

Während wir also so unser Ding machten, wurde gleichzeitig unser durch uns selbst beauftragter  Heizungs- und Sanitärmensch, die Fa. Peter Bohl, aktiv und hat mit der Sanitärrohinstallation begonnen.
In der Phase der Auftragsvergabe hatten wir mit denen auch vereinbart, dass wir Teile des Leistungsumfangs selbst ausführen wie z. B. das Verlegen der Lüftungskanäle und der Heizungsschläuche inkl. Dämmung.
Und genau mit dem Verlegen der Lüftungskanäle haben wir uns im August und September beschäftigt, ebenso mit der Dampfsperre und der Querlattung an den Decken der Räume.
Irgendwie waren das so die Monate, an denen viel durcheinander, kreuz und quer und parallel verlief und es war manchmal nicht ganz so einfach noch den Überblick und den Sinn für das sinnvollste weitere Vorgehen zu behalten.
Aber wir haben es ja geschafft!  ;-)

Zwischendrin hatte immer unser Sani-Mensch seinen Auftritt und munter weiter Dinge installiert, wie z. B. Wasser- und Abwasserleitungen, Spülkästen für die späteren Toiletten, Heizkreisverteiler für die Fußbodenheizung und und und.
Alles machte große Fortschritte!

Ende September stand dann noch die mängelfreie Abnahme der Dampfsperre durch den Bauleiter auf dem Programm, ebenso wie die Beantragung eines offiziellen Strom- und Gasanschlusses.

Auch in den Räumen fing es jetzt an, detailierter zu werden.
In den beiden Bädern haben wir die Vorbauwände gebaut und angefangen, die Wände und Decken endlich mit Rigips zu verkleiden.

Anfang Oktober bekamen wir dann auch unseren Heizkessel geliefert (leider konnte dieser noch nicht angeschlossen werden weil ja heizungstechnisch noch nichts weiter vorbereitet war - und es wurde doch langsam schweinekalt!  :-o  ) sowie die Solarpanels und die Lüftungsanlage.
Der Heizkessel wurden dann zwar schon "verrohrt" und durch den Schornsteinfeger abgenommen, sonst ist aber noch nichts weiter passiert.

Stattdessen wurde dafür aber der Antrag auf Wasser von der Gemeinde genehmigt und Ende Oktober hatten wir endlich eigenes!

Im Laufe des folgenden Novembers konnten wir den Trockenbau abschließen (yeah!), bekamen nach einigem Hin und Her endlich Strom und Gas und einen Telekomanschluss und haben die Dachbodentreppe gekauft und eingebaut.
Allerdings fing im November auch ein bisschen die schlechte Stimmung an. Also keine schlechte Stimmung untereinander oder dem Haus gegenüber, nein, die Motivation war einfach irgendwie weg.
Wir waren bis zu dem Zeitpunkt jeden Tag nach der Arbeit bis spät abends (zwischen 22 und 0 Uhr) auf der Baustelle, ebenso jedes Wochenende und jeden Urlaubstag (abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen vielleicht). Wie es im Winter so üblich ist, wurde es bereits nachmittags dunkel, das Wetter war oft schlecht (was sowieso schon schlechte Laune macht) und es wurde im Haus einfach nur a***kalt.
Dazu kam der ganze Dreck vom Rigips schneiden, schleifen und hobeln. Alles, einfach alles war voll Staub. Man war einfach müde, genervt und ausgelaugt - es wurde Zeit, dass langsam Weihnachten und somit die Estrich-Trocknungs-Phase in Sicht kamen…

Bevor es jedoch soweit war, haben wir noch das Badezimmer weiter ausgebaut (den "Rohbau" des Duschbereichs) und konnten endlich mit der Verlegung der Dämmung für die Fußbodenheizung anfangen.
Auch das ist keine schwere Arbeit - aber eine lästige. Das Zuschneiden der Styroporplatten für jedes blöde am Boden verlegte Kabel hat einfach Zeit in Anspruch genommen.
Einziger Vorteil: Styropor hält warm - es war also nicht ganz so kalt wenn man am Boden rumgekrochen ist.

Leider aber nicht warm genug, denn die zwei Wochen vor Weihnachten habe ich dann komplett mit Erkältung flachgelegen. Deswegen hat Patrick das Verlegen der Heizungsschläuche fast allein erledigt und ich musste mich dann mit den abendlichen Berichten begnügen.  :-/

Mitte Dezember war es dann endlich soweit - der Estrich wurde geliefert!
Zu diesem Zweck quälte ich mich sogar vom Krankenbett um wenigstens einmal zu gucken.
Geliefert und verlegt wurde der Estrich von der durch uns eigenständig beauftragten Firma S+K Estrichbau und es gab auch hier keinen Grund für Beanstandungen, die Arbeit wurde einwandfrei ausgeführt.
Noch schöner als der Estrich war allerdings: URLAUB!!
Nein, wir waren nicht weg oder so aber wir konnten jetzt guten Gewissens einfach mal ein paar Tage ausruhen und auch Weihnachten genießen!

Ins neue Jahr starteten wir mit kleineren Hindernissen - Anfang Januar wurde das Estrich-Trocknungsprogramm der Heizung gestartet aber irgendwie lief es nicht so richtig. Nach zwei Wochen war die Temperatur gerade mal um 3 oder 4 Grad gestiegen.
Also riefen wir bei unserem Sani-Menschen an und dieser stellte fest, dass die Steuerung der Heizung irgendwie einen Schlag weg hatte. Das Geräte wurde also getauscht und danach wurde es heiß!  ;-)
Glücklicherweise sind wir durch das zwei Wochen "Antrocknen" um die Verwandlung von Haus zur Tropfsteinhöhle drumrum gekommen.  :-D

Während wir also darauf warteten, dass der Estrich getrocknet wurde, wurden wir kurz größenwahnsinnig und spielten mit dem Gedanken, das Spachteln und Schleifen von einer Firma ausführen zu lassen.
Nachdem uns allerdings entsprechende Angebote vorlagen, entschieden wir uns dafür, das Geld lieber anders zu verprassen (Einrichtung, Möbel, etc.) und selbst Hand anzulegen.
Für die nötige Motivation sorgte die Info, dass unsere ein Jahr zuvor bestellte Küche mal eben eineinhalb Monate früher als geplant geliefert werden sollte!  :-o

Nebenbei beschäftigten wir uns mit der Auswahl des Bodenbelags. Wir hatten alles durch: Fliesen, Laminat, Vinyl und wieder Fliesen.
Zu guter Letzt haben wir uns dann für Fliesen im EG (außer im Arbeitszimmer) entschieden und für Laminat im OG (+ Arbeitszimmer).
Die Fliesen für beide Bäder, den Flur und den HAR hatten wir ja bereits bei der Bemusterung im Dezember 2015 ausgesucht.
Für die Küche und das Wohnzimmer haben wir Fliesen hier vor Ort im Fachhandel gekauft.
Das Laminat kommt aus dem WWW.  :-)

Der Rest des Januars und der Anfang vom Februar bestand aus einem Kaufrausch nach dem anderen: Fliesen, Tapete, Flüssigraufaser was auch alles im Anschluss direkt verarbeitet wurde.
Ich muss sagen, wenn ich jetzt zurückblicke auf die ganze Bauzeit, fand ich irgendwie jede Phase anstrengend aber das "Finish" (nach dem Estrich) irgendwie am Schlimmsten.
Eigentlich komisch denn wirklich jeder, mit dem ich darüber gesprochen habe, denkt, dass das eigentlich der Teil sein müsste, der am meisten Spaß macht.
Klar - man sieht, wie die Räume fertiger werden aber wirklich Spaß gemacht hat die Arbeit nicht (vielleicht auch, weil ich jetzt irgendwie gar nicht mehr so viel helfen konnte - entweder war ich zu blö… äh, ungeschickt dafür oder ich hatte so wenig Spaß an der Sache, dass es mich wirklich schon aggressiv gemacht hat. Und das wollte irgendwie niemand lange ertragen…  ;-)  ).

Im Übrigen habe wir auch hier wieder alles selbst gemacht.
Patrick hat z. B. die Fliesen verlegt (also geklebt) und ich habe hinterher den Fugenmörtel verteilt. Deswegen weiß ich auch, wie sch*** weh einem die Knie nach einer Zeit tun und genau aus diesem Grund ziehe ich meinen Hut vor jedem Fliesenleger dieser Welt!!

Anfang März kam dann die Lieferung aus der Bemusterung von Mobau Wirtz.
Es konnte, nachdem die Küche Mitte Februar geliefert und aufgebaut wurde, also nahtlos weitergehen mit Fliesen legen und tapezieren und streichen (wobei Tapete und Farbe nicht von Mobau Wirtz gekommen sind).

Der Plan war, Mitte April einzuziehen.
Das haben wir nur knapp verpasst - aus Mitte April wurde Ende April für unsere Möbel und Sachen und Anfang Mai für unsere Katzen und uns.


Abschließend lässt sich also sagen: der Weg war lang und er war hart und anstrengend aber es ist zu schaffen! Und das Ergebnis entschädigt einen für so manchen Koller, den man während der Bauzeit aus welchen Gründen auch immer bekommen hat.  ;-)
Stellenweise hatten wir Hilfe von Freunden und Familie (wofür wir sehr sehr dankbar sind!!), andere Male waren wir ganz allein.
An freien Tagen fingen wir früh an zu arbeiten, oft bis spät in die Nacht (das krasseste war wohl arbeiten bis 2 Uhr nachts, halbe Stunde nach Hause fahren und am nächsten Morgen um sechs auf die Arbeit…), jeden Tag ging es nach einem 9-10 Stunden Arbeitstag direkt auf die Baustelle um nochmal fünf Stunden dran zu hängen.
Es gab Arbeiten, die gingen leicht von der Hand und machten Spaß (Platten schrauben), andere waren der reinste Horror (Dämmung).

Massa wirbt gern damit, dass ein Ausbauhaus auch für handwerklich unbegabte Leute kein Problem darstellt.
Ganz ehrlich: najaaaaa… Ich wage mal zu behaupten, wenn jemand wirklich zwei komplett linke Hände hat und nicht mal eine Schraube in die Wand schrauben kann, dann nein, ist ein Ausbauhaus KEINE gute Idee…  :-/
Was hingegen stimmt: man muss kein Profihandwerker sein, um ein Massa-Haus ausbauen zu können. Solange man einen Akkuschrauber halten kann und weiß, was man mit einem Zollstock anfängt und dabei ein wenig logisches Denken einsetzt, ist der Ausbau zu schaffen!

Macht man den Ausbau wirklich allein, dann muss einem definitiv bewusst sein, dass man eine Zeit lang quasi kein Sozialleben hat, man verbringt seine freie Zeit einfach immer auf der Baustelle (man will ja auch irgendwann fertig werden).
Bitte unterschätzt auch nie den zeitlichen Aufwand von einem Ausbau! Wir haben anfangs auch gedacht: Ach klar, das bisschen Dämmung oder die paar Platten an die Wand zu schrauben, maximal zwei Tage und das Ding ist gegessen!
Nein. Das klappt nicht. Fast alles dauert einfach länger als man vorher geplant hat. Man verschätzt sich da wirklich schnell.
Natürlich liest und hört man ständig von (Massa-)Bauherren, die innerhalb von drei oder vier Monaten fertig sind mit dem Innenausbau. Ja, klar, die gibt es zu Hauf - aber das sind auch meistens die, die eben Elektro, Sanitär, etc. von Massa mitgekauft und somit durch Fachfirmen gemacht bekommen.
Die Massa-Elektriker rücken, soweit ich weiß, wenige Tage nach Hausstellung an und sind innerhalb von zwei Tagen fertig mit der Installation. Ebenso die Sanitärmenschen.
Macht ihr die Sachen selbst, dürft ihr nicht vergessen, dass ihr ALLES macht - die Vorbereitungen für solche Arbeitsschritte und die entsprechenden nachfolgenden Arbeiten selbst.
Wie gesagt, ich kann hier nur dafür sprechen, wie es ist, wenn man den Innenausbau wirklich allein macht, ohne die Hilfe von Massa-Subs und/oder eigens beauftragten Firmen (viele lassen ja z. B. auch den Trockenbau machen) - solltet ihr euch also ebenfalls dafür entscheiden, unterschätzt bitte den zeitlichen Aufwand nicht! Und rechnet auch mal "Ruhepausen" ein. Ja, man will fertig werden und anfangs hat man auch die Einstellung "Durchziehen, egal was kommt!" - aber irgendwann verlässt einen einfach die Kraft und ein wenig das Durchhaltevermögen, da muss man dann auch einfach mal die Arbeit Arbeit sein lassen und sich eine Auszeit gönnen. Das ist immerhin keine Schande und man muss sich auch mal vor Augen halten, was man da wirklich tagtäglich geschafft hat und auch danach noch schafft - es ist einfach eine große Belastung!

Aber eine Belastung, die sich lohnt - simple as that.  :-)

Sonntag, 26. März 2017

Finisharbeiten – Part I

„Langsam aber sicher“ oder wahlweise „Mit großen Schritten“ geht es auf das Ende zu.
In den vergangenen drei Wochen haben wir viel geschafft und wir kommen unserem Einzug immer näher, der nach wie vor für April geplant ist!

Vor drei Wochen haben wir die Lieferung aus der Bemusterung bei Mobau Wirtz bekommen.
Das war eine ganz schöne Schlepperei: 2,5 Tonnen Fliesen mussten ins Haus getragen werden, 11 Zimmertüren plus Zargen, viele Säcke Fliesenkleber und Fugenmörtel, Tiefengrund, Silikon, Acryl, Flüssigfolie für das Bad usw. usw..
Außerdem haben wir noch Laminat im Internet bestellt und geliefert bekommen für den Boden im OG und den ein oder anderen Großeinkauf in Baumärkten gemacht…
Tja, das Haus war mal so schön leer und aufgeräumt, jetzt steht wieder alles voll.  :-o
Heißt also, dass wir uns ranhalten müssen, damit es demnächst wieder ordentlich und aufgeräumt aussieht.  ;-)


Wand- und Bodenfliesen von Mobau Wirtz

Fliesenkleber

Fugenmörtel

Zeug  ;-D

Zimmertüren

Laminat - nicht aus der Bemusterung, haben wir separat beschafft

Dämmunterlage Laminat


Nachdem wir das Wohnzimmer Anfang März gefliest hatten, haben wir den Raum direkt tapeziert damit er so gut wie fertig ist.



Der nächste Schritt war das Bodenfliesen verlegen im EG. Hier sind die anthrazitfarbenen Fliesen aus der Bemusterung im Flur, Gäste-WC und HAR zum Einsatz gekommen.
Anfänglich wollten wir das ja eigentlich fremdvergeben aber nachdem wir in Küche und Wohnzimmer festgestellt haben, dass Fliesen legen zwar doof aber nicht sooo schwierig ist, haben wir uns dann doch entschieden, die Arbeit selbst zu machen und das Geld für den Fliesenleger in einen neuen Fernseher zu stecken.  ;-)







Bevor wir jedoch die Fliesen im EG verlegt haben, wurden alle Wände mit Tiefengrund behandelt und der Flur tapeziert. Außerdem haben wir die Decken im Flur und Gäste-WC wie auch in Küche und Wohnzimmer schon mit flüssiger Rauhfaser gestrichen.




Anschließend ging es nahtlos weiter im OG mit dem Ziel, dieses eigentlich jetzt als erstes komplett fertig zu stellen.
Es wurde wieder Tiefengrund in rauhen Mengen aufgetragen, Decken gestrichen, Spots montiert, Tapete im Akkord geklebt und zum Schluss Steckdosen und Schalter montiert.

Gästezimmer

Gästezimmer

Mein pinkes Lesezimmer  :-D


Schlafzimmer


Im Schlafzimmer fehlt noch die Vorbauwand, an der später das Bett stehen wird und wo Wandlampen und Schalter montiert werden. Diese können wir allerdings erst bauen, wenn der Boden verlegt ist, was aber im Laufe der Woche erledigt sein sollte.

Zwischendurch haben wir auch schon die Türen im Wohnzimmer, der Küche, der Speisekammer und dem Gäste-WC montiert.
Das ist auch ohne Weiteres recht gut zu schaffen, braucht man also auch keine Angst vor zu haben.

Einbau Zarge Wohnzimmer

Tür Gästebad


Wie schon weiter oben erwähnt haben wir ebenfalls Laminat bestellt und geliefert bekommen.
Da wir allerdings niemals so etwas bestellen würden ohne es vorher mal live gesehen zu haben, sind wir zuerst in den Baumarkt gefahren und haben uns dort umgesehen.
Als wir dann eine Sorte gefunden haben, die uns angesprochen hat, haben wir im Internet recherchiert und es dort für deutlich weniger Geld gefunden.
Tja, das kann man finden, wie man will. Generell sind wir eigentlich Fan davon, den Einzelhandel zu unterstützen und eher dort als im Internet zu kaufen aber man muss, gerade bei solchen Mengen, doch auch schonmal wirtschaftlich denken. Und wenn der Kauf im Internet im Vergleich zum Kauf im Baumarkt vor Ort einen Unterschied von mehreren hundert Euro ausmacht (für dasselbe Produkt, wohlgemerkt!), dann verstößt man auch schonmal gegen seine persönlichen Prinzipien.  :-o

Bevor wir jedoch mit der Verlegung eben dieses Laminats begonnen haben, haben wir das Treppenhaus mit dem auserwählten Rollputz versehen.
Das Zeug lässt sich echt gut verarbeiten und einfach mit einer Rolle auftragen.
Einziges Manko: die Deckkraft lässt tatsächlich zu wünschen übrig. Wir hatten eigentlich gedacht, so ein Putz lässt alles verschwinden und kleine Unebenheiten werden ausgeglichen aber Pustekuchen! Man sieht kleinste Schatten durchscheinen und auch Unebenheiten werden so gut wie gar nicht ausgeglichen. Darauf sollte man also unbedingt achten, dass man vorher gründlich vorarbeitet, sollte man sich für Rollputz entscheiden.

Verputztes Treppenhaus

Detailansicht Rollputz


Während ich also den Putz im Treppenhaus aufgetragen habe, hat Patrick bereits mit der Verlegung des Laminats im Schlafzimmer angefangen. Abgesehen von kleineren Flüchen geht aber auch das recht einfach.  ;-)
Warum wir uns für Laminat entschieden haben? Tja, gute Frage. Wir haben echt lange überlegt weil Laminat ja eigentlich keinen so guten Ruf hat (wenig strapazierfähig, darf nicht nass werden, etc.) aber wenn man sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt wird man wohl bald feststellen, dass es wahrscheinlich einfach keinen 100%-Boden gibt. Egal ob man Fliesen, Laminat, Vinyl oder Parkett nimmt – jeder Boden hat seine Vor- und Nachteile.
Ursprünglich hatten wir ja vor, Vinylboden zu verlegen aber es ist tatsächlich schwierig, einen guten Vinylboden zu finden. Oft sind Erfahrungsberichte schlecht, der Boden wird genauso verkratzt, wellt sich oder quillt auf, wie es Laminat nachgesagt wird. Zudem kommt, dass der Boden einfach auch extrem dünn ist und somit ein doch nicht unerheblicher Höhenunterschied beim Übergang zu anderen Bodenbelägen (in unserem Fall Fliesen) besteht.
Abgesehen davon darf man das heutige Laminat auch nicht mehr mit dem vergleichen, was man vor 15 Jahren verlegt hat.
Dazu kommt, dass wir, verglichen mit Vinylboden, gerade mal 1000 Euro gespart haben – was nunmal auch nicht von der Hand zu weisen ist.
Wir haben allerdings eine ziemlich hochwertige Dämmunterlage zu dem Laminat gekauft und nach ersten Versuchen können wir sagen, dass man unten drunter in dem Raum tatsächlich kaum etwas hört wenn oben einer läuft.  :-)

Laminat im Schlafzimmer


Während wir also mit unserem Teil der Finisharbeiten beschäftigt waren, war unser Heizungsbauer mit seinem Teil der Finisharbeiten beschäftigt.
Endlich, endlich wurden die Solarpanels auf dem Dach montiert und an die Heizung angeschlossen. Die Lüftungsanlage wurde ebenfalls angeschlossen und ist theoretisch jetzt einsatzbereit (aber noch nicht eingeschaltet weil die Ventile in den einzelnen Räumen noch nicht von uns gesetzt wurden).
Wir kriegen jetzt auch endlich warmes Wasser aus der Leitung – allerdings noch nicht 100% reibungslos. Bedeutet: die Jungs müssen nochmal antraben und das korrigieren.
Macht aber gar nichts denn es stehen auch noch andere Kleinigkeiten aus, die vor unserem Einzug erledigt sein müssen.
Wir hoffen, dass wir zumindest bei dem Thema in den nächsten zwei Wochen einen endgültigen Abschluss finden können!

Montage Solarpanels
Lüftungsanlage


Heizung und Lüftungsanlage


Einen weiteren Großeinkauf haben wir vergangene Woche auch noch bei Megabad im Internet getätigt und all die Sachen bestellt, die wir zur Ausstattung unserer zwei Bäder benötigen.
Gestern kam die Versandbestätigung, wir sollten die Sachen im Laufe der Woche bekommen.
Dann können wir auch endlich das letzte große Kapitel unseres Hausbaus angehen und (hoffentlich) bald abschließen (Außenanlage mal außen vor gelassen)!


Ich muss jetzt noch eine Woche arbeiten, dann haben ich 3,5 Wochen Urlaub. Halleluja!!  :-D
In diesen drei Wochen werde ich anfangen, die fertigen Räume Stück für Stück sauber zu machen und teilweise auch schon einzuräumen.
Unser Plan ist, dass wir in der kommenden Woche das OG bis auf das Badezimmer fertig bekommen damit wir im Anschluss dann 100% in die Fertigstellung der beiden Bäder stecken können.
Wenn das erledigt ist, sind nur noch Kleinigkeiten offen: das Arbeitszimmer muss fertiggestellt werden, im Wohnzimmer müssen wir die Medienwand noch bauen und im Schlafzimmer fehlt noch die Vorbauwand.
Das hört sich zwar jetzt nach noch einer Menge Arbeit an aber im Vergleich mit dem restlichen Hausbau vorher, sind das tatsächlich nur noch Kleinigkeiten.  ;-D


Und jetzt werde ich mich wieder in die Arbeit stürzen – ich sitze heute nämlich im Haus in unserer Küche und schreibe diesen Blogbeitrag von hier da wir endlich seit Mitte März unser eigenes Internet haben!  :-D

Mittwoch, 21. September 2016

Tackern, kleben, tackern, kleben…

…und zwischendurch noch Lüftungskanäle!

Seit meinem letzten Eintrag ist doch einige Zeit vergangen und irgendwie kann ich trotzdem gar nicht sooo viel berichten - was aber nicht heißen soll, dass wir nichts geschafft haben.
Wir waren so gut wie jeden Tag am (t)ackern aber haben irgendwie nur Sachen gemacht, bei denen man das Gefühl hat, nichts "Großes" geschafft zu haben (obwohl das eigentlich gar nicht stimmt…).

Die erste gute Nachricht jedenfalls ist, die Lüftungskanäle sind mittlerweile alle vollständig verlegt, wir haben die unkooperativen Dinger besiegt!  :-D





Ansonsten haben wir die letzten Tage zum größten Teil mit dem Anbringen und Abkleben der Dampfbremsfolie verbracht - was uns dann auch zur Crux der Geschichte bringt: Wir haben zwar einiges (viel) geschafft aber ich kann einfach nicht viel berichten.
Das Verlegen und Festtackern der Folie in epischer Breite zu schildern ist jetzt vermutlich nicht so sonderlich spannend, weder für den geneigten Leser noch für den Autor (also mich), deswegen beschränke ich mich auf das Wesentliche: wir haben so gut wie fertig!  ;-)

Okay okay, wie üblich natürlich noch nicht zu 100% aber wir sind nah dran. Verlegt ist die Folie nun überall und auch zu 98,5% schon verklebt, der Rest folgt noch im Laufe der Woche bzw. nach Rücksprache mit unserem Bauleiter (betrifft in diesem Fall die Abfluss- und Entlüftungsrohre, die an der Außenwand hochgeführt werden - da sind wir uns nicht ganz im Klaren, wie wir das luftdicht abkleben sollen).












Kleine Randnotiz: Was mich im Übrigen an der ganzen Arbeit am meisten schockiert hat ist die Aussage von anderen Bauherren, die der Meinung sind, das Verlegen der Folie wäre mitunter die schönste Arbeit am Bau.

…

Äh.

…

Naja, geht so…  :-/

Also um ehrlich zu sein: für mich kommt die Folie direkt nach der Dämmung und sogar noch vor dem Höllenmörtel.  :-O
Ja, es ist nicht schwer und man braucht sicherlich kein Ingenieur-Studium um das Zeug zu verlegen aber was ist das eine langweilige Arbeit!  :-O
Und dann das Abkleben! Tackernadeln abkleben: kein Thema - aber die Stellen, wo sich die Folienbahnen übeschneiden oder gar Ecken! Fürchterlich.
Dazu kommt, dass man sich ständig unsicher ist, ob das, was man getan hat, auch wirklich dicht ist!  :-(
Aber vermutlich steiger ich mich da auch nur rein.  ;-)  Spaß hat es jedenfalls keinen gemacht und macht es auch auf den letzten Metern nicht mehr.


Bevor wir allerdings mit der Folie angefangen haben, hat unser Heizungsbauer seine Arbeiten weitestgehend zuende gebracht - also das, was aktuell machbar war.
Somit können wir hinter das Thema "Sanitärrohinstallation" und Leitungen für Wasser/Abwasser auch einen Erledigt-Haken setzen.  :-)
Und auch die Heizkreisverteiler für die Fußbodenheizung im EG und OG sind installiert.














Da es im HAR mit relativ großen Schritten voran geht bzw. der Raum einfach gebraucht wird, haben wir da schonmal ein bisschen vorgegriffen in der Arbeit - und das auch ohne Abnahme der Folie durch den Bauleiter.  :-O
Demzufolge haben wir hier also schon die Folie verlegt und anschließend die kompletten Rigips-Platten angebracht, verspachtelt und geschliffen.
Farbe haben wir in der Zwischenzeit ebenfalls besorgt und als nächstes werden die Wände dort gestrichen damit wir endlich die zwei Schaltschränke aufhängen und die Katzenklappe zum Flur montieren können!
Im letzten Schritt kommen dann die von uns gekauften OSB-Platten unter die Decke anstatt der üblichen Querlattung - allerdings auch nur im HAR.
Dazu haben wir uns entschieden, da unsere Lüftungsanlage nicht an der Wand sondern unter der Decke montiert wird und wir sowie der Heizungsbauer der Meinung sind, dass OSB-Platten doch etwas mehr Halt bieten als die normale Querlattung.
Und bevor uns das Ding in zwei Wochen wieder runterkracht, gehen wir jetzt lieber auf Nummer sicher.


Letzte Woche hatte sich außerdem noch Besuch angekündigt und zwar wird es langsam spannend mit dem Gas- und Stromanschluss.
Gestern war also unser zuständiger Sachbearbeiter da um sich die Gegebenheiten vor Ort anzusehen und Fotos zu machen. In zwei bis drei Wochen sollen dann die Anschlüsse gelegt werden.  :-)

Nachdem unser Besucher gestern wieder weg war, wussten wir zuerst gar nicht so richtig, was wir machen sollen da wir eigentlich dachten, der Termin würde länger dauern.
Also haben wir kurzerhand mit der Querlattung angefangen. 
Was soll ich sagen?! - Es fluppt!  :-D
Interessanterweise sind die Arbeiten, bei denen man denkt, es handelt sich um eine Katastrophe dann die Arbeiten, die einem total leicht von der Hand gehen und das, was super einfach erscheint, entwickelt sich zu einem Desaster.
Jedenfalls steht fest: sollte ich nochmal eine Lehre machen müssen, dann werde ich Schreiner. Arbeiten mit Holz macht mir Spaß und man muss tatsächlich keine Angst vor Bohrern und anderem schwerem (oder leichtem) Gerät haben (außer vor Sägen, Sägen sind furchteinflößend. Und laut. Und hässlich.  :-/ ).  ;-D



Zu guter Letzt haben wir nochmal eine Aufräum-Aktion gestartet und sämtlichen in der letzten Zeit angefallenen Müll weggebracht damit man mal wieder ein bisschen mehr Platz zur Verfügung hat.  ;-)


In der kommenden Woche machen wir also die Folie komplett fertig (die fehlenden 1,5%), bringen weiter die Querlattung an und vereinbaren endlich einen Termin mit unserem Bauleiter zur Abnahme.
Für nächste Woche haben wir bereits 3 Tage Urlaub geplant, an denen wir dann (hoffentlich) mit den Rigipsplatten anfangen können.  :-)

Dienstag, 30. August 2016

Tage des Nichtstuns

Ja, die gibt es auch.
Bei uns besonders in der letzten Woche.
Eine Woche, die man (nach meinem Empfinden) getrost aus dem Kalender streichen könnte…

Viel berichten kann ich tatsächlich nicht denn die Überschrift ist wahrlich nicht übertrieben. Effektiv haben wir wohl nur an zwei Tagen was getan.  :-/

Angefangen hatte die Woche ja mit dem Termin mit unserem Heizungsbauer bei dem wir das weitere Vorgehen in Sachen Lüftung und Sanitärarbeiten besprochen haben.
Gut beraten und hochmotiviert haben wir uns Dienstag dann mit vollem Elan in die Arbeit geworfen - Lüftungskanäle verlegen, pfff, mit links, Freunde, mit links!! 
Nicht.
Diese */#&"&*%§/$(~!° Lüftungskanäle sind ja sowas von störrisch und blöd!  :-(
Und erst die Anschlussstücke für die Lüftungsventile! Bäh!
Naja, nachdem wir ca. eine Stunde versuchten, unsere ersten Lüftungskanäle zu verlegen und das dazugehörige Anschlussstück zu montieren, wurde nur noch eins geworfen - statt uns in die Arbeit nämlich das Anschlussstück an die Wand…  :-O
Zeit, Feierabend zu machen.
Wenn man an den Punkt kommt, das Haus abreißen zu wollen bevor man es fertig gebaut hat, dann ist es Zeit für eine Pause.
Also: Sachen gepackt, Frust-Döner geholt und von der Couch aus den lieben Gott nen guten Mann sein gelassen.

Damit es im weiteren Wochenverlauf auch nicht langweilig wird, wurde ich ab Mittwoch quasi für drei Tage aus dem Leben gerissen.  :-O
"Aus dem Leben gerissen" bedeutet in diesem Fall: Inventur auf der Arbeit. Drei Tage lang.
Arbeitsantritt morgens um 6.15 Uhr, Feierabend gegen 17 Uhr.
Die Zeit dazwischen verschwindet in einem komplexen Nebel aus Zahlen, Listen, Meuterei und Hektik.
Da kam es einem schon fast wie Erholung vor, als man nach Feierabend auf die Baustelle fahren konnte um das Projekt "Lüftungskanäle - Der zweite Versuch" in Angriff zu nehmen.
Da Patrick etwas früher Schluss hatte als ich, konnte er schonmal anfangen und seine Idee der sicheren Befestigung vom zuvor fliegenden Anschlussstück verwirklichen.
Hat auch prima geklappt!  :-D
Generell lief es diesmal deutlich besser und am Ende vom Tag konnten wir zufrieden feststellen, dass wir die Lüftungskanäle in der Küche und in der Speisekammer verlegt haben (hört sich nicht wirklich viel an aber man sollte das nicht unterschätzen - Platten abschrauben, Anschlussstücke anschrauben, Platten aussägen, etc. - dauert alles seine Zeit).





Um die Spannungskurve weiter aufrecht zu erhalten, musste sich Patrick am nächsten Tag dann einen Weisheitszahn entfernen lassen - logischerweise natürlich genau an den heißesten Tagen des Jahres...
Danach hieß es also erstmal vier Tage Zwangspause da die Kombination Zahn-OP und gefühlte Temperaturen von +57°C (oder so) eher suboptimal ist.

Gestern ging es dann aber wieder gestärkt ans Werk und wir haben direkt bei den Lüftungskanälen weiter gemacht. Wenn man mal den Dreh raus hat, dann ist es auch gar nicht mehr sooo umständlich. :-)  Immerhin haben wir das OG nun fertig und im EG fehlen noch drei Räume.
Das sollte zu schaffen sein.


Abgesehen von den Lüftungskanälen haben wir auch die Stahlträger in der Wohnzimmerdecke endlich mit Fermacell-Platten verkleidet.


Jetzt kann es also ENDLICH losgehen mit der Folie!
Vielleicht wird es diesmal ja was…  ;-D


Ach ja, unsere Heizungsmonteure waren in der Zwischenzeit auch wieder da und haben fröhlich weitergemacht mit der Installation der Sanitär- und Wasserleitungen.
Leider ging nicht alles fehlerfrei vonstatten aber noch sind wir ja in einem Stadium, an dem Fehler ausgebügelt werden können.  :-)